Handwerkskammer + Berufsfotografen



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Bundesweite Umfrage

"Handwerkskammer + Berufsfotografen - geht das noch?"

Auswertung - Analyse mit Kommentierung - Kommentare von Fotografen

Aufgrund der mannigfachen Diskussionen zum Thema Pflichtmitgliedschaft für Berufsfotografen in den Handwerkskammern, führten im November 2015 die FotoWerkstatt, das privatwirtschaftliche Weiterbildungszentrum für Berufsfotografen und der bund professioneller portraitfotografen (bpp), nahezu gleich lautende Umfragen durch.

Der bpp befragte seine Mitglieder, von denen sich 334 (53 %) beteiligten.

Die FotoWerkstatt schrieb insgesamt aus ihrem Adress- Kundenarchiv über 6.000 Fotografen in Deutschland, Österreich und Luxemburg an. 1.173 Fotografen beteiligt sich hier an dieser Umfrage.

Es es wurden ausdrücklich nur die Fotografen aufgefordert, sich an den Umfrage zu beteiligen, die selbst Mitglied einer Handwerkskammer sind. Die Umfragen waren anonym.

Diese beiden Umfragen wurden anschließend verknüpft und ausgewertet.

In der folgenden Gesamtauswertung werden nur die Antworten der deutschen Fotografen (1450) berücksichtigt.

 

Da sich insgesamt 1450 Handwerksfotografen aus Deutschland an dieser Umfrage beteiligt haben, kann die Umfrage als repräsentativ angesehen werden.
Allerdings sind die Handwerksfotografen, die in den letzten 10 Jahren beim Handwerk registriert wurden, wohl unterrepräsentiert.
Dennoch geben die Ergebnisse der Umfrage ein klares Stimmungsbild wieder und ergeben auch eine deutliche Meinungsbildung der Handwerksfotografen in Deutschland bei ihrem Verhältnis zu den Handwerkskammern.

Aber es kann sicher jeder nun selbst, auf Basis der Umfrageergebnisse, ein eigenständiges Urteil bilden.


Umfrage November 2015:

 

 

Teilgenommen insgesamt: 1.507 Handwerksfotografen aus DE, AT und LUX.

Gesamtergebnis für Fotografen aus DE (Teilnehmeranzahl: 1.450)

 

Teilnehmer aus Bundesländern:

A. Baden-Württemberg 200
B. Bayern 236
C. Berlin 40
D. Brandenburg 37
E. Bremen 13
F. Hamburg 29
G. Hessen 127
H. Mecklenburg-Vorpommern 28
I. Niedersachsen 128
J. Nordrhein-Westfalen 298
K. Rheinland-Pfalz 87
L. Saarland 29
M. Sachsen 87
N. Sachsen-Anhalt 29
O. Schleswig-Holstein 40
P. Thüringen 40


Etwa 85 % aller Fotografen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, arbeiten im Arbeitsbereich der Portrait- und Hochzeitsfotografie. Am häufigsten haben sich Fotografen aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg beteiligt. Dies sind auch die drei bevölkerungsstärksten Bundesländer in Deutschland.


 

A. Studiofotograf 474 32.7 %
B. Available Light Fotograf 384 26.5 %
C. Beides zu etwa gleichen Anteilen 590 40.7 %


Ein Beruf im Umbruch

Die Umfrage zeigt sehr deutlich, dass noch im Vergleich von vor etwa 10 Jahren, ein Großteil der fotografischen Tätigkeit nicht mehr allein in den Studioräumlichkeiten sondern zunehmend im Outdoor- und Locationbereich vorgenommen wird.

Der Anteil der Available Light Fotografen (AvL-Fotografen), die also ausschließlich ohne eigene Studioräumlichkeiten arbeiten, entspricht inzwischen fast dem der Studiofotografen.

Wie die Umfrage zeigte, sind AvL-Fotografen meistens noch recht junge Fotografen, die größtenteils nicht länger als zehn Jahre Mitglied einer Handwerkskammer sind und häufig als "Home-Fotografen" ohne Studio und Verkaufsräumlichkeiten in den Arbeitsbereichen der Hochzeits-, Newborn-, Kinder- und Familien-, Kindergarten- und Eventfotografie tätig sind. Diese Fotografen bilden überwiegend nicht aus, haben keine Mitarbeiter und auch zum allergrößten Teil keinen Meisterbrief. Ein erheblicher Teil dieser Fotografen sind Autodidakten.

Komplett entgegengesetzt dazu, verhält sich die Gruppe der Studiofotografen: Sie sind überwiegend älter, ausgebildet, bilden häufig selbst Fotografen aus und beschäftigen Mitarbeiter. Sie sind im Schnitt wesentlich länger bereits selbstständig und seit längerer Zeit bereits Mitglied einer Handwerkskamer.

Bei der Gruppe "Beides zu etwa gleichen Anteilen" verfügen die Fotografen über eigene Studioräumlichkeiten, arbeiten aber inzwischen einen großen Teil ihrer Auftrage auch außerhalb dieser Räumlichkeiten aus. In dieser Gruppe überwiegen noch anteilig die ausgebildeten Fotografen gegenüber den Autodidakten.

Nach Schätzung der bpp Geschäftsstelle dürfte die Anzahl der AvL-Fotografen, die als neue Handwerksfotografen in den letzten fünf Jahren bei den Kammern registriert wurden, deutlich über 50 % aller Neuanmeldungen bei den HWKs liegen.





A. JA - Ich denke, dass wir immer noch Handwerksfotografen sind und deshalb auch eine Mitgliedschaft sinnvoll ist. 20 1.4 %
B. NEIN - Ich denke, dass die Berufsfotografie heute keine Handwerksfotografie mehr ist und lehne deshalb eine Mitgliedschaft bei einer HWK generell ab. 220 15.8 %
C. ICH lehne eine aufgezwungene Pflichtmitgliedschaft ab, würde mich aber als freiwilliges Mitglied einer HWK anschließen, wenn für mich interessante Dienstleistungsangebote durch die HWK erfolgen. 420 30.1 %
D. ICH sehe keinerlei beruflichen Nutzen mehr in einer Mitgliedschaft bei einer HWK und lehne deshalb eine Mitgliedschaft ab. 592 42.5 %
E. ICH WEISS NICHT - ist mir egal - ist halt so, wie es ist. 6 0.4 %
F. JA, aber es macht künftig nur noch Sinn, wenn meine Kammer deutlich mehr für die Fotografen tut als bisher. 136 9.8 %



Macht es überhaupt noch einen Sinn?

Nur etwa 11 % und das mit Einschränkung finden die Mitgliedschaft in einer Handwerkskammer noch sinnvoll.

Etwa 30 % der Befragten könnten sich ggf. eine freiwillige Mitgliedschaft in einer Kammer vorstellen.

Für knapp 60 % macht die Mitgliedschaft überhaupt keinen Sinn mehr.

 

 

A. weniger als 3 Jahre 267 18.9 %
B. bis 5 Jahre 206 14.6 %
C. bis 10 Jahre 297 21 %
D. bis 15 Jahre 158 12.2 %
E. bis 20 Jahre 108 7.6 %
F. über 20 Jahre 378 26.7 %


In Deutschland waren zum 1. Januar 2004 (Abschaffung der Meisterpflicht) etwa, 4.300 Fotografen in den Handwerkskammern registriert.

Zum 30.6.2015 waren es bereits 20.184. Also fast 5x so viele.

Diese Zahlen machen deutlich, dass sich an den Umfragen prozentual mehr ältere Fotografen, die bereits länger in den Handwerkskammern Mitglieder sind, beteiligt haben.

Berücksichtigt man die Mitgliederentwicklung seit 2004, steht das Verhältnis zwischen den Neu-Handwerksfotografen, die seit 2004   in einer Handwerkskammer Mitglied sind, gegenüber denen, die bereits vorher dort waren, etwa bei 77%   zu 23%.




A. weniger als 150 Euro 262 18.8 %
B. bis 200 Euro 319 22.9 %
C. bis 250 Euro 182 13.1 %
D. bis 300 Euro 235 16.9 %
E. bis 500 Euro 238 17.1 %
F. über 500 Euro 154 11.2 %



Die Antworten auf diese Frage lassen auch eine Aussage zur Wirtschaftlichkeit der Handwerksfotografen zu.  In der Regel bedeutet: je höher der Gewerbeertrag, umso höher ist der Kammerbeitrag.
Dies gilt aber nur begrenzt, da viele Kammern auch mit einer sog. Ausbildungsumlage operieren, um ihre Defizite auszugleichen. Diese Umlagen führen dann zu einem wesentlich höheren Beitrag.
Wie bedenklich die wirtschaftliche Situation der Fotografen aber inzwischen insgesamt ist, machen folgende Zahlen deutlich:

Bei der Handwerkskammer Düsseldorf waren 2014 -  1.045 Fotografen registriert.  
86,5 % von ihnen zahlten lediglich den jährlichen Mindest- Beitragssatz von 105,- €,  was bedeutet, dass ihr Gewerbeertrag, also ihr Verdienst vor persönlichen Steuern und Abgaben, nicht mehr als 12.200,- € betrug.

Dies dokumentieren auch einzelne Ergebnisse der Umfrage deutlich:
Bei den jüngeren Fotografen (bis 10 Jahre HWK Mitglied) zahlen 57% weniger als 200,- € jährlich Kammerbeitrag.
Bei den älteren Fotografen (über 10 Jahre HWK Mitgliedschaft)   zahlen nur 13% weniger als 200,- € jährlich Kammerbeitrag.
Bei den AvL-Fotografen zahlen 66% weniger als 200.- € jährlich - hingegen sind das bei den Studiofotografen nur 34%.




 

A. JA 151 10.7 %
B. NEIN 1042 73.5 %
C. SO ETWAS GIBT ES NICHT BEI MEINER HANDWERKSKAMMER 111 7.8 %
D. WAS IST DAS? 113 8 %


Knapp 11 % der Befragten geben an, noch Mitglied einer Fotografeninnung zu sein. Das wären bei zur Zeit über 20.000 Handwerksfotografen ca. 2.200.

Diese Zahl wird aber keinesfalls stimmen, da nach einer Überprüfung seitens der bpp Geschäftsstelle nur noch bei etwa 20 von 105 Kreishandwerkerschaften im Internet noch Berufsfotografen als eigenständige Innung registriert sind. Wenn Angaben darüber zu finden waren, war die Mitgliederzahl bei solchen Innungen selten mehr als 15 - 20 Personen stark.

Viele einzelne Innungen haben sich in den letzten Jahren aufgelöst oder zu teilweise überregionalen Gemeinschaftsinnungen zusammengeschlossen, um überhaupt noch existent zu sein.

Viele der 53 Handwerkskammern in Deutschland haben überhaupt keine eigenständige Fotografeninnung mehr.

Dies steht im krassen Gegensatz zu der extrem angestiegen Zahl neuer Handwerksfotografen und dokumentiert das Desinteresse der allermeisten Handwerksfotografen gegenüber einer Innungsmitgliedschaft.
Die bpp Geschäftstelle schätzt die tatsächliche Zahl der Fotografen, die in Deutschland einer Innung angehören, auf weniger als 750.






A. JA 554 38.8 %
B. NEIN 875 61.2 %


Kanpp 39% haben einen Meisterbrief. Auch bei dieser Zahl muss relativiert werden. Tatsächlich dürften es aktuell nicht mehr als 15-20% aller registrierten Handwerksfotografen sein.

Im Jahr 2013 wurden in Deutschland noch insgesamt 29 Meisterprüfungen erfolgreich abgelegt.

Diese Zahl macht deutlich, welch geringe Bedeutung eine Meisterausbildung heute im Fotografenhandwerk noch hat.




 

A. JA 220 15.4 %
B. NEIN 1212 84.6 %



Die Ausbildung im dualen Ausbildungssystem ist eins der wichtigsten Argumente, die angeführt werden, um die Mitgliedschaft in einer Handwerkskammer zu begründen.

Auch hier sollte man statistische Zahlen zu Grunde legen: Im Jahr 2013 wurden im Fotografenhandwerk noch insgesamt 1.736 Auszubildende beschäftigt. Statistisch gesehen bildete noch etwa jeder 11. Betrieb in diesem Zeitraum aus. Im Vergleich dazu: im Jahr 2003 bildeten noch fast 50 % aller Betriebe aus.
Während in den ersten sieben Jahren nach der Handwerksreform die Anzahl der Ausbildungsstellen noch relativ konstant bei 2.000 gelegen hat, hat sich diese Zahl in den Jahren 2011-2013 um 30 % reduziert. Tendenz weiter fallend.
Obwohl die Zahl der selbstständigen Fotografen im Handwerk extrem zunimmt, wird immer weniger ausgebildet.





 

A.1 140 13 %
B. 2-3 66 6.1 %
C. mehr als 3 5 0.4 %
D. Keine 870 80.5 %

 

A. JA 106 7.7 %
B. NEIN 1087 79.3 %
C. ICH WEISS NOCH NICHT 177 12.9 %


Dass die Bereitschaft zur Ausbildung weiter sinkt, beweist auch diese Grafik. Gaben im Jahr 2015 noch über 15 % der Befragten an, dass sie ausbildeten, erklärten nur noch knapp 8 % der Befragten auch zukünftig noch weiter ausbilden zu wollen.





A. JA 420 29.1 %
B. NEIN 778 54 %
C. ICH WEISS NICHT 244 16.9 %


Noch knapp 30 % der Befragten halten die herkömmliche, handwerkliche Ausbildung für noch notwendig und zeitgemäß, aber von diesen bilden selbst nur 15% aus.

Neben finanziellen Gesichtspunkten spielt hier auch eine nicht unerhebliche Rolle, dass das gesamte jetzt gültige Ausbildungsverfahren (Berufsbild) im Handwerk nicht mehr den Erfordernissen eines sich ständig wandelnden Berufs entspricht. Dies gilt sowohl für die Dauer der Ausbildungsphasen, wie auch für deren Inhalte. Umstritten auch immer wieder: Terminierung/Inhalte und Kosten der ÜBAS (überbetriebliche Ausbildung). Auch sehr häufig in der Kritik: die Zusammensetzung und fachliche Qualität der Prüfungsausschüsse.
Viele Fotografen wollen sich aber auch nicht den "zukünftigen Mitbewerber" selbst ausbilden.

Im einzelnen stimmten mit JA:
Meister 43% / Nicht-Meister 21% / AvL-Fotografen 14% / Studiofotografen 39% /   jüngere Fotografen 23% / ältere Fotografen 38%




 

 

A. ICH BIN SEHR ZUFRIEDEN. 5 0.4 %
B. ICH BIN ZUFRIEDEN. 24 1.7 %
C. ICH BIN WENIGER ZUFRIEDEN. 84 5.8 %
D. ICH BIN GAR NICHT ZUFRIEDEN. 104 7.2 %
E. ICH SEHE ÜBERHAUPT KEINE INTERSSENVERTRETUNG SEITENS DER HWK FÜR BERUFSFOTOGRAFEN 1222 84.9 %


Schlimmer geht`s nimmer!

Nur noch 2,1 % aller Befragten sind mit der beruflichen Interessenvertretung seitens ihrer Kammer zufrieden.

Fast 85 %   der befragten Fotografen sehen überhaupt keine Interessenvertretung ihrer HWK mehr für ihren Beruf.






A. NEIN 1271 88.9 %
B. JA - EINMAL 132 9.2 %
C. JA - MEHRMALS 27 1.9 %



89 % aller Befragten nehmen keine von ihren Kammern angebotenen Weiterbildungs- und Informationsangebote wahr.

Warum?

Fotografen verstehen unter beruflicher Weiterbildung häufig etwas anderes, als das was die Kammern ihnen anbieten. Dennoch sind viele dieser Angebote durchaus interessant und nützlich, gerade unter dem Aspekt der Betriebswirtschaftlichkeit des Fotostudios.

Dennoch müssen sich die Kammern fragen lassen, warum ihre Fortbildungsangebote so wenig Gehör bei Berufsfotografen finden?

Was die Unterstützung durch Berater der Handwerkskammern angeht, wird häufig darüber berichtet, dass diese nicht fachspezifisch beraten können, da sie mit der komplexen Arbeitsstruktur eines Fotostudios nicht vertraut sind.

Seitens der Fotografen wird auch sehr häufig die juristische Beratung durch die Kammern gerügt, speziell bei dem für die Fotografen sehr wichtigen Urheberrecht, wo es anscheinend wenig Sachkenntnis gibt.




 

A. JA 43 3 %
B. NEIN 1352 94.2 %
C. ICH WEISS NICHT 40 2.8 %

 

A. JA, DAS KANN ICH. 41 2.8 %
B. NEIN, DAS BRINGT MIR KEINE VORTEILE. 1158 80.2 %
C. DIE WERBUNG ALS HANDWERKSFOTOGRAF ZU ARBEITEN BRINGT IN DER ÖFFENTLICHKEIT EHER NACHTEILE 128 8.9 %
D. ICH WEISS NICHT - DARÜBER HABE ICH MIR NOCH NIE GEDANKEN GEMACHT. 116 8 %


80 % aller Fotografen geben an, dass ihnen die Tatsache, dass sie Handwerksfotografen sind, in der Öffentlichkeit, bei ihrer Werbung, keinen Vorteil bringt. Inzwischen ist vielen Verbrauchern überhaupt nicht mehr bewußt, dass die Fotografie ein Handwerksberuf ist.
Sich mit anderen Handwerkern, wie z.B. Metzgern, Dachdeckern oder Maurern vergleichen zu lassen, widerstrebt manchem kreativen Fotografen inzwischen sehr.





A. JA, DAS GLAUBE ICH. 16 1.1 %
B. JA, SIE TUT ETWAS DAGEGEN, ABER LÄNGST NICHT GENUG. 77 5.4 %
C. NEIN, DAS GLAUBE ICH NICHT. 1259 87.6 %
D. DAS IST MIR EGAL. 85 5.9 %



Eines der größten Probleme in den letzten Jahren nach Abschaffung der Meisterpflicht ist die stetig zunehmende Schwarzarbeit, gegen die - nach Meinung der meisten Fotografen - die Handwerkskammern wenig bis nichts unternehmen.
Viele Handwerksfotografen ärgern sich auch maßlos darüber, dass sie selbst Mitglied einer Kammer sind und Abgaben bezahlen müssen, aber Mitbewerber, die sich als freiberuflicher Fotografen auf dem Markt bewegen, dies nicht tun müssen. Hier wird den Kammern ein Versagen bei der Überprüfung / Kontrolle der auf dem Markt tätigen, freiberuflichen Fotografen vorgeworfen.

Die Empörung seitens der Handwerksfotografen hierüber ist sehr groß! Kein Wunder also, dass nur 1,1 % der befragten Fotografen glauben, dass ihre Handwerkskammer ausreichende Maßnahmen gegen die Schwarzarbeit und die unerlaubte berufliche Tätigkeit im Handwerk ergreift.




 

A. JA, DAS FINDE ICH RICHTIG 273 19.1 %
B. NEIN, DAS FINDE ICH FALSCH 929 64.9 %
C. DAS IST MIR EGAL 230 16.1 %



Dass sich nahezu jeder als Handwerksfotograf bezeichnen kann, gleich ob er diesen Beruf gelernt hat oder nicht oder ihn auch nur in seiner Freizeit (nebenberuflich) ausübt, sorgt für weiteres erhebliches Frustpotenzial.

65 % der Befragten wollen nicht, dass alle Fotografen hier in einen Topf geworfen werden.






A. JA, DAS GLAUBE ICH. 1097 76.4 %
B. NEIN, DAS GLAUBE ICH NICHT. 135 9.4 %
C. ICH WEISS NICHT. 203 14.1 %


76 % aller Befragten glauben, dass sie als Handwerksfotografen gegenüber freiberuflichen Fotografen finanzielle Nachteile hinnehmen müssen.

Das ist kein Glaube, das ist eine Tatsache.  

Unterschiedliche Besteuerung bei verschiedenen Steuern (z.B. Gewerbesteuer) zum Vorteil der Freiberufler, aber auch die Möglichkeit für diese, durch Eintritt in die Künstlersozialkasse 50 % ihrer Sozialabgaben (zum Beispiel bei der Kranken-und Pflegeversicherung) zu sparen, ergibt eine finanzielle Benachteiligung der gewerblichen Fotografen, die je nach Verdienst zwischen 3.000-7.000 € jährlich betragen kann, was bei einer Berufsdauer von circa 40 Jahren einen Betrag  weit über 100.000 € ergibt.
Diese finanziellen Benachteiligungen führen zu einer eklatanten Wettbewerbsverzerrung.






A. JA, DASS GLAUBE ICH. 54 3.8 %
B. NEIN, DAS GLAUBE ICH NICHT. 1226 85.2 %
C. ICH WEISS NICHT. 159 11 %


Da sich immer mehr Nicht-Handwerksfotografen (freiberufliche Fotografen) in den Arbeitsbereichen (gewerbliche Fotografie) der Handwerksfotografen tummeln und dort ihr Geld verdienen, obwohl sie das eigentlich gar nicht dürften, glauben auch inzwischen 85 % aller Befragten nicht mehr, dass die ursprünglich vom Gesetzgeber vorgegebene Trennung zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen noch existiert.





A. JA 224 15.6 %
B. NEIN 1001 69.5 %
C. ICH WEISS NICHT 215 14.9 %

 

A. Ja 1026 71.2 %
B. Nein 302 20.9 %
C. Ich weiß nicht. 114 7.9 %



Alle oder Keiner!.

71%   wollen deshalb letztendlich nichts anderes, als eine Gleichstellung und Gleichbehandlung aller Berufsfotografen.

Im einzelnen stimmten mit JA:
Meister 86% / Nicht-Meister 61% / AvL-Fotografen 54% / Studiofotografen 82% /   jüngere Fotografen 61% / ältere Fotografen 84%






A. JA 468 32.5 %
B. NEIN 816 56.6 %
C. ICH WEISS NICHT. 157 10.9 %



12 Jahre nach Abschaffung der Meisterpflicht und bei allen Nachteilen, die die Reform für die Handwerksfotografen ergeben hat, ist die Rückkehr zum alten System, aber kein Thema mehr.
57 % der Befragten lehnen eine Wiedereinführung der Meisterpflicht ab.

Im einzelnen stimmten mit NEIN - gegen die Wiedereinführung der Meisterpflicht:
Meister 27% / Nicht-Meister 75% / AvL-Fotografen 81% / Studiofotografen 45% /   jüngere Fotografen 74% / ältere Fotografen 36%






A. SEHR ZUFRIEDEN. 108 7.5 %
B. ZUFRIEDEN. 605 42.1 %
C. WENIGER ZUFRIEDEN. 526 36.6 %
D. GAR NICHT ZUFRIEDEN. 198 13.8 %



Über 50 % aller befragten Handwerksfotografen sind unzufrieden mit ihrer momentanen, beruflichen aber auch wirtschaftlichen Situation.

Das ist ein sehr hoher Prozentsatz und spricht für eine schlechte Stimmung im Fotografenhandwerk.

Eine Zahl macht das deutlich: während im Jahr 2008 durchschnittlich jeder Handwerksfotograf noch einen Umsatz (netto o. MwSt) von jährlich etwas über 103.000€ erzielte, waren das im Jahr 2012 nur noch etwa 69.900€. (-32% in nur fünf Jahren!)...... Tendenz: weiter fallend.
Übrigens, im Jahr 2003 erzielte noch jeder Handwerksfotograf einen Umsatz von netto ca. 163.000.-€!

Im einzelnen waren UNZUFRIEDEN (weniger oder gar nicht zufrieden):
Meister 63% / Nicht-Meister 42% / AvL-Fotografen 37% / Studiofotografen 60% /   jüngere Fotografen 40% / ältere Fotografen 67%




 

A. JA 53 3.7 %
B. NEIN 1294 89.9 %
C. ICH WEISS NICHT. 93 6.5 %



90 % sagen: NEIN
Erzwungene Mitgliedschaften finden heute kaum noch Befürworter, gerade dann, wenn man die Erfahrung machen muss, dass für den bezahlten Beitrag fast keine Gegenleistung mehr erfolgt.


 

 

A. Ja 408 28.4 %
B. Nein 582 40.4 %
C. Ich weiß nicht. 449 31.2 %


Nicht mal ein Drittel aller befragten Fotografen schaut positiv in die Zukunft. Skepsis und Pessimismus überwiegen.

Im einzelnen stimmten mit JA - glauben an eine gute Zukunft der Handwerksfotografie:
Meister 22% / Nicht-Meister 33% / AvL-Fotografen 32% / Studiofotografen 24% /   jüngere Fotografen 35% / ältere Fotografen 20%







A. JA 39 2.7 %
B. Nein 1188 82.4 %
C. ICH WEISS NICHT 215 14.9 %



Lediglich noch knapp 3 % aller Berufsfotografen stehen nur noch hinter der jetzt gültigen Handwerksordnung. So eine extreme Ablehnung passiert eigentlich nur, wenn ein System nicht bei Zeiten reformiert wird und nicht mehr FÜR die Menschen arbeitet, von denen es finanziert wird.


Ende der Umfrage.

-Umfrage: Copyright by bund professioneller portraitfotografen (bpp)-Geschäftsstelle-

Es wurden zu den Umfragen insgesamt mehr als 200 Kommentare abgegeben, was enorm viel ist und den Wunsch zur Diskussion über dieses Thema unterstreicht.
Nicht alle Kommentare waren "druckreif"- viele Kommentare wiederholten sich bei Ihrer inhaltlichen Aussage.
Deshalb hier nur eine reduzierte Auswahl von Kommentaren:

 

1
1. Bekämpfung von Schwarzarbeit findet definitiv nicht statt.
2. überbordende Regulierung in unserem HW-Bereich
3. keine Mister mehr = Änderung der Ausbildungsordnung notwendig.
4) Ausbildung nicht mehr sinnvoll - der Beruf kann heute für Angestellte kaum noch jemanden ein "auskömmliches" Einkommen gewähren.
5. Portraitstudios in der Innenstadt zukünftig nicht mehr zu halten: Diskrepanz zu "Privat-zu Hause-Fotografierern" in finanzieller Hinsicht zu groß durch geringere Steuern, Abgaben, Mieten usw.
2
80% meiner Arbeiten sind design- und webbezogen. Eine HWK hat von solchen Auftragsarbeiten keine Ahnung - also kann sie mich auch nicht unterstützen.PUNKT!
3
Alle ALLE!!! Fragen, die ich bis jetzt hatte und an die IHK gestellt habe wurden mit Weiß ich nicht" beantwortet!!!!!!"
4
Da sich heute jeder Fotograf nennen und nebenberuflich Geld damit verdienen kann, aber gleichzeitig die Preise und Existenzen der Berufsfotografen damit kaputt gemacht werden, die HWK jedoch nichts, aber auch gar nichts dazu beiträgt, dass ein Berufsfotograf auch von seiner Arbeit leben kann, verstehe ich nicht, warum man für die HWK einen Beitrag zahlt.

Sofern die HWK wenigstens eine "kostenfreie" Werbemöglichkeit bieten könnte, von der alle Fotografen profitieren, die Mitglied der HWK sind, oder man ein entsprechendes Gütesiegel oder ein anderweitige Auszeichnung der HWK bekommen könnte, mal abgesehen von dem Meisterbrief, der einem Fotografen heutzutage auch nicht mehr viel bringt, hätte ich Verständnis dafür, dass man auch Beiträge zahlt.

Wenn es keine Zwangsmitgliedschaft mehr geben würde, dann wäre es für die HWK vielleicht auch wichtiger, dass man entsprechende Anreize schafft, um Mitglieder zu werben.
5
Danke für das Engagement, Es wäre ja eigentlich Aufgabe der HWK :-))
6
Danke für die die Umfrage- für die Arbeit, die ihr euch damit macht. Endlich passiert mal was! Es gibt nur eine Lösung: Handwerkskammer-entweder alle oder keiner!
7
Danke für Eure Mühen uns alles Gute für Euch und viel Erfolg.

DANKE !!!!!!!!!!!!!!!!!!
8
Danke für Ihr Engagement - ich würde mir eine Abschaffung der fragwürdigen Pflichtmitgliedschaft in der HWK sehr wünschen!
9
Danke, gute Umfrage. Hoffentlich machen viele mit und es bringt was.
10
Das Ansehen für die Leistung der Fotografen müsste besser herausgestellt werden. Leider meint jeder, der eine Kamera besitzt er ist Fotograf. Ich wäre dafür, dass jeder der für Fotos Geld nimmt, einen Leistungsnachweis erbringen muss, damit sich nicht Hinz und Kunz als Fotografen z.B. für Hochzeiten anbieten können und die Preise in den Keller drücken. (Hochzeitsreportage ganzer Tag für 250.- Euro incl. aller Daten weils Spaß macht und ich nicht davon Leben muß. Aussage eines jungen Amateurs.)
11
Das Hauptproblem an der gesamten Situation ist das die Berufsbezeichnung Fotograf nicht geschützt ist. Dies sollte als erstes geschehen um ausgebildete und qualifizierte Fotografen von Knipsern und dumping Anbietern zu unterscheiden.
12
Der Beruf des Fotografen wird in der Gesellschaft überhaupt nicht mehr als Handwerksberuf gesehen, wie meine Kunden mit dem Ausdruck des Erstaunens immer wieder beweisen, wenn ihr Blick auf meinen Meisterbrief fällt. Eine fundierte Ausbildung würde die Qualität der Fotografen steigern, die in der Wahrnehmung der Kunden durch die "Fotografen" zu nichte gemacht wurde, die meinen fotografieren zu können und ihre Dienste zu Dumpingpreisen anbieten.
13
Die Berufsbezeichnung "Fotograf/in" ist leider nicht geschützt. Jeder, der eine Kamera halten kann, nennt sich so. Es gibt 1 Mill. Fotografen in der "fotocommunity". Der Verbraucher macht keinen Unterschied mehr zwischen Profi und simplen Amateur, weil er dafür nicht sensibilisiert ist. In 20 Jahren wird es den Beruf nur noch für einige Spitzenleute geben, der Rest der Bilder wird mit Handys hergestellt. Die HWK ist KEINE Institution für uns - eine Abgabe mehr im Kostenplan. Sie sollte abdanken.Ich bin froh, dass ich mittlerweile als "Werbefotograf" gelte und per KSK hier Kosten senken kann.
14
Die deutschen HWKen können von der österreichischen Handwerkskammer für Berufsfotografen nur lernen. Allein was diese Kammer im Bereich des Passbildgeschäfts für die Berufsfotografen öffentlichkeitswirksam geleitet hat und leistet ist PR technisch gesehen eine herausragende MEISTERLEISTUNG. Davon können wir in Deutschland nur noch träumen!
15
Die Einführung der Notwendigkeit mind. Eines Gesellenbriefes für die gewerbliche Nutzung der Fotografie für die Sicherung der Qualität
16
Die Handwerkskammer selbst-engagiert billige Freelancer Fotografen für ihre Veranstaltungen und bietet 1 tägige Fotokurse für andere Berufsgruppen an, damit die ihre Fotos "professionell"selbst machen zu können. Schande!!!
17
Die Handwersordnung für Fotografen hat sich absolut überlebt, aber das ist nicht das Hauptproblem, die technische Entwicklung, die niemand aufhalten kann, hat dazu geführt, das der Beruf des Fotografen aussterben wird. Warum ? Ganz einfach, nur noch ganz wenige werden sich in sehr naher Zukunft davon hauptberuflich davon " ernähren " können. Die Wertschöpfung wird immer geringer, der Kunde ist einfach nicht bereit, das zu zahlen, was man braucht, um davon zu leben. Hobbyisten werden für kleines Geld durchaus gute Fotografie anbieten, und froh darüber sein, so ihr Hobby zu finanzieren. Für Investitionen und Altersversorgung haben sie ja noch einen Hauptberuf.
Das ganze schreibt ein Fotograf der immer noch leidenschaftlich bei der Sache ist.
18
Die HWK Thüringen wurde bereits aus mehreren Branchenzweigen kritisiert, weil sie falsche Bescheide verschickt, in denen Minderungen nicht berücksichtigt werden. Erst nach größeren Schriftwechsel, erhält man einen korrigierten Bescheid - für mich ebenso keine Interessenvertretung. Da diese Verminderungen nicht als selbstverständlich eingerechnet werden, stärkt dies natürlich den Gedanken der Habgier. Der Aufnahmebeitrag, für die völlig überflüssige Handwerkskarte, ist dazu eine Frechheit.
Momentan werden außerdem von der HWK wieder Lehrgänge angeboten, die den Berufsfotografen das Wasser abgraben.

Danke, dass sich jemand für dieses Thema einsetzt! Denn jedes Jahr aufs neue fühle ich mich schlicht übergangen.
19
Die HWO sollte dahingehend geändert werden, dass Fotografen wieder in der HWRolle A geführt werden, aber nicht auf Dauer Pflichtmitglieder sind. Die Aktivitäten der HWK für Fotografen müssen so interessant und lohnenswert sein, dass viele sich für eine freiwillige Mitgliedschaft entscheiden. Ausbildung in unserem Beruf finde ich enorm wichtig, daher muss auch die Meisterpflicht mit Ausbildungsbefähigung sein. Nur so trennt sich die Spreu vom Weizen.
20
Die Pflichtmitgliedschaft soll abgeschafft werden, da die HWK nur Geld abzockt, mir aber keinerlei Nutzen bringt. Alles was sie tun ist "Beraten und informieren" und dafür zahle ich im Jahr über 300€?? Ich habe noch nie die Dienste der HWK in Anspruch genommen und werde es auch nicht tun. Wofür zahle ich also die Beiträge?
21
Die Pflichtmitgliedschaften in den Kammern, hier Handwerkskammern, ist zu einer reinen Abzocke verkommen. Es ist erwiesen, daß ca. 97% aller Pflichtmitglieder die Kammern nie brauchen. Im übrigen geht die HWK hier in Nürnberg in keiner Weise gegen Schwarzarbeit vor, obwohl wir diese Personen gemeldet haben. Mit dem Zoll verhält es sich ebenso. Die Mitgliedbeiträge dienen hauptsächlich der Geltungssucht der Kammern, was sich in immer mehr pompösen Gebäuden und entsprechenden Gehältern der Präsidenten zeigt. Alles im allen ist es ein mafiöses Gebilde, was längst in dieser Form abgeschafft gehört.
22
Egal ob Nebenberuflich oder Hauptberuflich sollten alle zur Kasse gebeten werden....dann würde dieses Preisdumping und das Ködern der Kunden mit teilweise mir nicht nachvollziehbaren mitteln aufhören. Mehr Kontrollen im Internet und FB Seiten bezüglich der "Hobbiefotografen" die dann plötzlich trotz Hobby Geld verlangen und im Hochzeitsbereich dann auch noch plötzlich professionell hoch angesiedelt sind. Ok, jeder Kunde sucht sich seinen Fotografen nach seinem Geschmack aus .....dann aber bitte auch HWK und teils BG zahlen wie wir alle. Danke für die Umfrage :-)
23
Ein großes Problem ist inzwischen das riesen Heer an Schwarzarbeitern.
Von unserer HWK, bei einem Gespräch vor 5 Jahren, bereits auf über 50% geschätzt.
24
Eine Pflichtmitgliedschaft ist generell - egal in welchem Beruf und egal welche Vorteile sich dadurch ergeben - der falsche Weg!
25
Entweder keiner oder alle also Handwerkskammerpflichtmitgliedschaft nur noch wenn alle "Knipser" zu Pflichtmitgliedern werden. Sonnst den ganzen Quatsch abschaffen!
26
Es findet definitiv keine Interessenvertretung der Fotografen statt: siehe Passbild- und Bewerbungsbild-Angebote von dm.

Außerdem ist meine Kammer z.B. nicht in der Lage über rechtliche Fragen im Hinblick auf das Urheberrecht Auskunft zu geben usw. usw..
27
Es ist schlimm das keine Meisterpflicht mehr besteht und jeder der sich eine Kamera umhängt sich Fotograf nennen darf und ein Gewerbe erteilt bekommt. Hauptsache die Steuer fließt, wenn überhaupt.
Ich hänge mir ja auch keinen Erste Hilfe Koffer um und nenne mich Doktor.
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Es sollte den Handwerkskammern verboten werden Fotografikurse für andere Berufszweig anzubieten, damit diese ihre Unternehmenfotos etc selber machen können.
29
Es sollte endgültig geklärt werden, ob sich ungelernte Knipser nun Fotograf nennen dürfen oder nicht. Der Gesetzgeber zerstört unseren schönen Beruf. Analog würden alle Amateure versagen. Unsere Branche wird mit Füßen getreten. Viele glauben, dass sie mit einer zweitklassigen Kamera und ein paar Tutorials nun Fotograf seien - Es gehört soviel mehr dazu. Ich finde, man sieht es und die Kunden werden verarscht. Ich wünsche mir eine scharfe Kontrolle für die Amateure.
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Es sollten grundsätzlich die Fotografen geprüft werden, ob gewerbsmäßig mit monetärem Hintergrund durchgeführte Fotografie Sozialabgabenmäßig, Innungsmäßig und Steuermäßig alle gleich behandelt werden. Der Wettbewerb ist sonst nicht mehr ausgeglichen, da die Kosten für "ordentlich" geführte Fotografen deutlich höher angesetzt und berücksichtigt werden müssen.
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Es wird in ganz Bayern nicht/ nichtmehr ermöglicht den fotografischen Teil der Meisterprüfung auf Teilzeit abzulegen. Für ein Jahr (dauer der Meisterschule) ein laufendes Studio schließen zu müssen um eine höhere Qualifikation gegenüber den Hobbyfotografen / Freiberuflern zu erlangen ist nicht vertretbar. Somit ist es mir praktisch nicht möglich auf meine Fotografenausbildung aufzubauen oder auch junge Menschen auszubilden und Arbeitsplätze zu schaffen.
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Für mich hat die Handwerkskammer noch nichts getan, außer regelmäßig die Rechnung zu schicken.
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Generell bin ich gegen eine Überregulierung.
Dennoch bin ich der Meinung, dass ohne einen Schutz das Berufsbild des Fotografen die Professionalität weiter zurückgehen wird.
Fragen wie Berufsausbildung, Entwicklung innerhalb des Berufsbildes, wirtschaftliche Chancen, etc. hängen davon ab. In einem Markt der nur noch durch Wildwuchs gekennzeichnet ist, ist es schwer unter diesen Rahmenbedingungen ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell zu etablieren.
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generell ist die Handwerkskammer für zwei Sachen gut, für nichts und wieder nichts.
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Gleiches Recht und gleiche Pflichten für alle, ohne Ausnahmeregeln!!!
Genehmigte Nebenerwerbsfotografie als Legitimation für Schwarzarbeit muß abgeschafft werden.
Die Ausbildung muß endlich in Schul-Zentren erfolgen, die auch mit den innovativen und technischen Anforderungen des Berufsbildes Schritt halten. Hierfür sollten die Handwerkskammern Geld bereitstellen und nicht um andere Berufsgruppen in Wochenendseminaren Fotografie beibringen.

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Habe meine Gesellenprüfung 1989 gemacht, bin seit 2007 selbständig, meine Tochter hat dieses Jahr ebenfalls ihre Ausbildung zur Fotografin
abgeschlossen. Weder bei meiner, noch bei der Ausbildung meiner Tochter gab es eine Überbetriebliche Fortbildung durch die Handwerkskammer. Bei meinem Sohn, der Elektriker wird, sieht das ganz anders aus! Zudem finde ich die Anforderungen bei der Gesellenprüfung unverhältnismäßig hoch, wenn man bedenkt, dass sich JEDER bei MediaMarkt eine Kamera kaufen kann und sich dann als Fotograf selbständig machen kann. Hier ist die Situation ÄUSSERST verrzerrt....
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Haben in diesem Jahr sogar unsere Innung aufgelöst.
Auch Berufskollegen haben kein Interesse mehr an derartigen Organisationen.Was allerdings für die Zukunft bedenklich wird, keine Meister/Gesellen mehr für Prüfungsausschüsse (um diese paritätisch zu besetzten), womit die duale Ausbildung in Gefahr gerät. Weder das ZDH noch die Kammern sind daran interessiert unsere "kleinen" Berufe am Leben zu erhalten - nur Arbeit keine Kohle (Kammerbeiträge).
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Hervorragende Umfrage.
Hat Sie meine mail von vor ein paar Tagen bzgl. der Umfrage von www.Berufsfotografen.com dazu inspiriert ? Demnach arbeiten ja 92 % als freie Fotografen und verdienen Ihr Geld doch fast alle im handwerklichen Umfeld.
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HWK sind nur zur Selbsterhaltung agierdende Organisationen, die über 100 Handwerksberufe gnadenlos abgeschossen haben. Hauptsache die Beiträge (Zwangsmitgliedschaft) fließen und die eigenen Gehälter sind gesichert.
Auf Anfragen jegliche Themas bei den HWKs erhält man meist dumme, unfachmänische und falsche Auskünfte (eingene Erfahrungen). Bitte, liebes HWK-Zwangsmitglied, störe mich nicht - zahle lieber deine Beitrag!
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Ich begrüße sehr, das sich jemand diesem Thema kritisch nähert.
vielen Dank dafür.
41
Ich bin Berufsfotografin und verstehe denn Sinn der Handwerkskammer für Fotografen nicht. Wir müssen sehr viel Geld zahlen, dafür gibt es aber keinerlei Gegenleistungen oder Vorteile. Wir haben es in der heutigen digitalen Zeit sowieso schon schwer über die Runden zu kommen. Wenn es dabei bleibt, dass wir einen HWK-Beitrag zahlen müssen, dann finde ich, dass es mehr Leistungen geben sollte. Wie z.B. kostenlose Workshops in den Bereichen Betriebsführung, Social Media, Bildbearbeitung etc.
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Ich bin es schon lange leid, mit einem happigen Zwangsbeitrag die Häppchenfresserevents der HK-Funktionäre zu finanzieren.
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Ich bin generell dafür das der Begriff bzw. die "Berufsbezeichnung" Fotograf wieder geschützt werden sollte. Einen Beruf erlernt man in einer Ausbildung. Macht man das nebenbei bzw. selbst erlernt sollte man die Bezeichnung nicht tragen dürfen. Diese sollten auch regelmäßig überprüft werden ob sie in der Kammer sind, wenn man denn schon eigentlich muss, bzw. ob sie andere Pflichtabgaben leisten. Heutztage kann sich jeder so nennen und das ist, zumindest in meinem näheren Umfeld, ein ewiger Preiskampf.
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Ich bin jetzt 30 Jahre Zwangsmitglied bei der Handwerkskammer und wenn ich an die Beiträge denke kann rückblickend sagen, es hat sich ausnahmslos nur für die Handwerkskammer gelohnt.
Abgesehen von der Handwerkszeitung, die auch keiner wirklich will, hatte ich nichts aber auch gar nichts davon.
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Ich bin schon seit einiger Zeit im Rentenalter und nur noch geringfügig tätig. Es erfüllt mich aber mit Sorge, was derzeit im Beruf des Fotografen im Gange ist.
Seit es nicht mehr notwendig ist, auch nur die geringste Qualifikation nachzuweisen, liegt das Niveau (bis auf wenige Leuchttürme) etwa in Bodennähe.
Es muss ja nicht der Meisterbrief sein, aber eine Ausbildung im Beruf sollte es schon sein.
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Ich bin seit 40 Jahren Zwangsmitglied in der HWK. In all diesen Jahren hat die HWK mir kein einziges Angebot über Seminare, Fortbildung usw. gemacht. Es ist einfach unglaublich, das man als Berufsfotograf mit Meisterprüfung diese *** seit 40 Jahren durchfüttert. Weg mit den Handwerkskammern!!!!!!!!!! und zwar schnell und für immer!
Keine Leistung - keine Daseinsberechtigung!
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Ich danke!
Wäre doch klasse, wenn sich endlich etwas ändert und wir keine Pflichtbeiträge mehr zahlen müssten. Wofür auch?! Ich habe null komma null Vorteile durch die Handwerkskammer.
Und wirklich "schützen" tut mich auch niemand (künstlerische Fotografie bzw. "Garagenknipser", die das nebenbei betreiben und damit die Preise
verderben und die Kunden wegnehmen). Künstlersozialkasse wäre auch endlich greifbar. Mein Freund ist Musiker und in der KSK - das Geld, das er dort spart kann er schön für später zur Seite legen.
Also: ich hoffe, daß es endlich bald Gerechtigkeit für uns gibt!
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Ich denke, dass die Gesetzte nicht klar sind. Mein Kunden sind Abgabe pflichtig im Sinne der Künsterabgabe. Anders herum bin ich nicht als Künstler eingestuft, sondern als Handwerk, was mich zu mehr Abgaben bringt... Das macht den Eindruck, man sucht immer das heraus, wo der Betreffend zahlen MUSS!!! Künstler sind laut meines Finanzamts:"..Fotografen, die einfach auf die Strasse gehen und Dinge fotografieren!" Wie soll ich denn dann Abgaben zahlen???? Asserdem was schützt die Handwerkskammer? Ich habe eine Ausbildung gemacht, besuche regelmäßig Workshops beim Fotoverbund. Mein "Konkurrent" hat Koch gelernt, nennt sich Fotograf, weil er sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Jeder kauft sich eine Kamera und lässt sich Visitenkarten mit Fotograf drucken. Wie sollen die Kunden das eine vom anderen unterscheiden? Klar überzeuge ich von der Qualität, aber die Kunden sind teils auch abgeschreckt durch die Preise. Die wiederum muss ich nehmen, bei meinem Kostenapperat, von HWK, Berufsgenossenschaft, Gewerbesteuer, Versicherungen ect. Ich überlege meine Studio zuschließen... Meinen Beruf mache ich aus Leidenschaft, aber ich muss auch davon leben können. Im Moment verdiene ich weniger, als in meiner Zeit als Studioleitung. Das kann es nicht sein, bei einem 14 Stunden Tag!
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Ich fände es sinnvoll wenn man wenigstens eine Ausbildung zum Fotograf machen muss um sich in diesem Beruf selbstständig machen zu können. Eine wieder Einführung der Meisterpflicht fände ich zwar auch okay, ich hätte kein Problem damit noch den Meister zu machen. Aber mir würde schon ausreichen, wenn man einen Berufsausbildung zum Fotograf absolvieren muss, als Voraussetzung für ein Gewerbe, damit nicht jeder Hans Wurst mit einer Kamera ein Gewerbe anmelden kann. Ich denke, dass dann auch die Wertschätzung der Fotografie an sich eventuell wieder steigen würde und es der Branche auch wirtschaftlich wieder etwas besser gehen würde.
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Ich finde bereits viele Jahre, daß die Handwerkskammer überflüssig ist
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Ich finde denn größten Einbruch hat die Handwerksfotografie mit der Abschaffung der Meisterpflicht bekommen. Ich bilde nicht mehr aus, da ich
mir somit meine sofortige freiberuflich arbeitende Konkurenz hochzieh.
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Ich finde diese Umfrage sehr gut! Vor einiger Zeit habe ich auf der Homepage bei der für mich zuständigen HWK nach fachlichen Weiterbildungsmöglichkeiten für Fotografen gesucht und habe nichts, gar nichts gefunden! Selbst in der Auflistung der Berufe war die "Fotografie" nicht mehr gelistet. Lediglich für Auszubildende wurden Kurse für die Gesellenpfüfung angeboten... sonst nichts! Was soll diese Zwangsmitgliedschaft dann noch?
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Ich finde es sehr schön dass sich jemand für die berufsfotografen einsetzt. danke!
es gibt zu viele die sich fotograf schimpfen und diesen beruf niemals erlernt haben, gegen diese sollten sich die handwerkskammern einsetzen!
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Ich finde super, dass sich endlich mal jemand kümmert.
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Ich glaube nicht das in naher Zukunft die PFLICHTMITGLIEDSCHAFT in der Handwerkskammer beendet wird.
Die Handwerkskammer sackt halt gerne die Beiträge ein.
Die Fotografen sind schon immer in der Handwerkskammer stiefmütterlich behandelt worden, haben halt keine Lobby.
Liegt aber auch an den Fotografen selber, kein miteinander.
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Ich habe die zuständige HWK über "schwarze Schafe" (auf FB kursieren ganz merkwürdige "Fotografen" in meiner Gegend) informieren wollen und man machte mich darauf aufmerksam, dass ich ohne stichfeste Beweise/Adresse (die steht seltenst auf FB) mich strafbar machen würde zwecks Rufmords etc. Vielen dank auch - ich dachte das zu prüfen wäre Aufgabe der HWK!
Weitere Aussage dazu: die zuständige Person hätte nur einen privaten Zugang zu FB und das sei während der Arbeitszeit ja nicht erlaubt und in der Freizeit ließe sich das nicht prüfen... Da war ich sprachlos!

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Ich habe Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotodesign studiert. Als ich mich nach dem Studium selbstständig gemacht habe, wurde ich von der Handwerkskammer gezwungen dort einzutreten..andernfalls drohten Sie mit Maßnahmen gegen mich..Ich kenne viele Studienkollegen von mir die nicht in der Handwerkskammer sind, nicht müssen und die die gleiche Arbeit machen wie ich, sogar viel mehr Geld verdienen damit da ich nur im Nebengewerbe ein Fotostudio betreibe. Ich bin freiberuflich tätig werde aber gezwungen Beiträge in der HWK Münster zu entrichten. Das finde ich sehr unfäir. Ich habe schon viele Telefonate mit denen geführt aber es bringt nichts..
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Ich hoffe wirklich, dass die benachteiligende Trennung von handwerksfotografen und freiberuflichen Fotografen aufgehoben wird. Und, dass eine freie Nutzung der Berufsbezeichnung nicht mehr möglich ist! Die Meisterpflicht muss nicht sein, aber das alles wertet den Beruf unheimlich ab!
Ich habe noch nie eine Leistung von der HWK in Anspruch genommen und verstehe absolut nicht, warum ich Mitglied sein MUSS! Es ist viel Geld, welches ich einfach so verschenke, und dass kann nicht gerecht sein! Ich hoffe, diese Umfrage bringt etwas...
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Ich kann nur hoffen das diesem Thema mehr gehör geschenkt wird und auch gehandelt wird!
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Ich musste dieses Jahr leider Insolvenz beantragen und vermisse sehr eine Anlaufstelle, bzw. Hilfestellung für die Zeit nach der Insolvenz.

Auf die HWK bin ich bewusst noch nicht zugegangen, weil mir bisher die Beratungsdienstleistungen zu unkonkret und wenig hilfreich erschienen.
Vielleicht müsste bei der ganz unbürokratischen Herangehensweise im Bereich der Unterstützung von Kleinst-Unternehmern und auch freiberuflichen Fotografen einmal genauer hingeschaut werden.
Auch ein Finanzierungsangebot das flankiert wird von Beratungsdienstleistungen (ähnlich wie das Programm BRUT) zur Förderung von Jungunternehmern und Kreativen wäre eine sinnvolle Sache, die von der HWK initiert werden könnte.
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Ich schlage mich zur Zeit auch mit der Hwk Potsdam wegen der Beiträge rum und laut deren Aussage haben sie auch nicht viel Möglichkeiten , um freibeufliche Fotografen in die Hwk zu bekommen. Ich kann Ihnen das Schreiben gerne mal senden.
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Ich und mein Geschäftspartner finden, dass es eine gesetzliche Regelung hermuss. Es kann doch nicht wahr sein, dass wir, Berufsfotografen immer und überall bezahlen müssen (BG ETEM, Handwerkskammer, Steuerberater, Versicherungen, etc.) und am Ende leer ausgehen, da der Kunde sich für einen Hobbyfotografen entschieden hat, der Ihm einen Preis angeboten hat, der nicht realistisch ist. Für die 4 Jahre auf dem Markt habe ich Dutzende Hobbyfotografen gesehen, die Aufträge zum Spotpreisen annehmen, keine Rechnungen schreiben und den Markt kaputt machen.
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Ich weiß nicht, ob meine Antworten sehr hilfreich sind... ich bin als Autodidakten seit kurzem von der HWK-Pflicht betroffen, kenne viele Hintergründe nicht und ärgere mich eigentlich maßlos über die Zwangsmitgliedschaft, zumal ich Mitglied bei freelens bin.

Frage 14 und 15 kann ich überhaupt nicht beantworten, weil ich es einfach nicht weiß.

Ich finde es aber toll, dass Sie sich mit dem Thema gründlich beschäftigen!!!
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Ich werde vorraussichtlich 2017 in ein artfremdes Angestelltenverhältnis
übergehen.

Bin dann froh :
Kein Zwangsmitgliedsbeitrag in der HWK mehr bezahlen zu MÜSSEN,
Nicht mehr unter den aktuellen Umständen auszubilden ( habe ca. 10 Personen , gerne ausgebildet)
Dann von dem ganzen Handwerks-bullshit nichts mehr hören zu müssen.
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Jede Form der Zwangsmitgliedschaft halte ich fuer falsch und nicht mehr zeitgemaess. Ich bin der festen Ueberzeugung, das innerhalb der Fotografie die Handwerkskammer sich lediglich bereichert um veraltete Strukturen aber generell um altes Verwaltungspersonal zu bezahlen.

Ich erachte die Abschaffung der Handwerkskammern als zwingend Notwendig.
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Liebe Grüsse aus Leipzig
und ein riesengrosses Dankeschön für's Engagement !
Ich finde die Aktion super und bin gespannt auf die Ergebnisse.
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Man sollte gezielt hinarbeiten, das das Fotografenhandwerk aus der HWK ausgegliedert wird. In der heutigen Zeit ist dieser Berufszweig kein reines
Handwerk, sondern mehr als Gewerbe zu sehen.Der grund ist das heute jeder mit ner Digitalen umgehen kann und viele Anlässe fotografiert oder
bietet Fotoleistungen an.
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Mein Betrieb existiert 38 Jahre, Fast ebensoviele Jugendliche habe ich ausgebildet. Einer meiner 5 Söhne hat ebenfalls eine Ausbildung zum Fototechnischen Assistenten (nicht bei mir) erfolgreich Absolviert. Aber ihn zu einer Betriebsübernahme kann ich ihm auf Grund der momentanen Ertragssituation leider nicht raten, obwohl er seine handwerlichen Fähigkeiten schon mehrfach unter Beweis gestellt hat.
Die Handwerkskammern ist für unsere Berufsparte schon seit ca.30 Jahren nur noch ein staatlich sanktionierter Mafiaähnlicher Abzockerverein. Schutzgelderpresser bieten noch Schutz.
Ich will diese Aussagen nicht anonyhm machen. Nein ich stehe voll dazu.
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Meine Anfragen zu rechtlichen Beratungsfragen (Thema Rechnungserstellung, Gutschriften) bei der HWK Bremen (gesendet an mehrere Personen) wurden leider nie beantwortet. Es gab also nicht einmal eine Reaktion wie "Wir können Ihnen leider nicht weiterhelfen".
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Meisterpflicht sollte es nicht geben aber ggf. ein Gesellenbrief also eine
Ausbildung als Fotograf.
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Nach Meiner Meinung tut meine Handwerkskammer nichts für Fotografen.
Sie bemüht sich nicht mal gegen die vielen Hobbyfotografen etwas zu unternehmen. Im Gegenteil: in der Höffentlichkeit wird jeder Depp, der eine Kamera halten kann, Fotograf genannt. Von ausgebildeten, professionellen Fotografen, die ihr Handwerk gelernt haben, spricht so gut wie keiner mehr.
Der Beitrag für die Hnadwerkskammer ist überflüssig, wenn ich das Gefühl habe nur Zahler zu sein.

Danke für die Umfrage! Ich bin auf das Ergenis gespannt.
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Nebenberuflich bei der HWK gemeldet sein ist schon ziemlich mies, 160€ im Jahr nur damit ich ein paar events legal zu fotografieren
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Schön, dass sich jemand für die Nöte der gelernten Fotografen, Pflichtmitglieder und Steuerzahler interessiert.
Habe mehrfach die Handwerkskammer kontaktiert, da dauernd "Hobbyfotografen", die "nur kleines Geld" für Portraitfotos nehmen, da sie ja "noch üben", sehr offensiv in Facebook werben.
Reaktion der HWK....schnarrch....was soll ich sagen???
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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich verfolge die Entwicklung der Handwerksfotografen seit 25 Jahren,
bin seit 1989 selbständig und kann zum jetzigen Zeitpunkt mir nicht
vorstellen noch 17 Jahre in meinem Geschäft zu arbeiten. Unser Studio besteht seit 1903, aber wie lange noch weiß keiner. Die Rahmenbedingungen sind sehr hart gewurden und der Kampf um Kundschaft hintert die Kreativität. Danke für diese Aktion, ich glaube aber kaum noch an tiefgreifende Veränderungen. Der Handwerksfotograf wird früher oder später aussterben. Die Nebenberufler und Schwarzarbeiter haben den Markt im Netz aufgeteilt und können durch Steuervorteile die Preise bis zum geht nicht mehr drücken. An der Auswertung dieser Aktion bin ich interessiert. Viele Grüße aus Dresden
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Unsere Handwerkskammer unterstützt Schwarzarbeit, in dem sie Seminare anbietet, wie man selber Fotos macht oder den "teuren" Fotografen umgehen kann.
Qualifikation muss nicht der Meister sein, aber in irgendeiner Form geprüft und nachvollziehbar sein. Meister sein, heißt nicht, dass man was kann, sondern dass man den Kurs gemacht hat.
Eine Berufsordnung soll aber sein und eine Qualifikation erworben werden, bevor man auf die Menschheit losgelassen wird....
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Vielen Dank das Sie die Initiative ergriffen haben und ich wünsche mir sehr das hier eine Lösung aus dieser Zwangsmitgliedschaft erreicht wird.
Viel Erfolg
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Vielen Dank das Sie sich mit diesen Thema beschäftigen.
Wir Berufsfotografen mit Meistertitel sind die geschädigten, denn durch Schwarzarbeit oder Künstlerische Tätigkeiten gehen die Preise in den Keller und wir können kaum noch überleben.
Durch den Erwerb des Meistertitels hatten wir finanzielle und Zeitliche Nachteile die leider nicht mehr berücksichtigt werden.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Mit freundlichen Grüßen
- Fotografenmeisterin - :-)
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Vielen Dank für Ihre Bemühungen und den Einsatz um einen angegriffenen Berufsstand, dessen Zukunft immer mehr Fragen aufwerfen. Der Thema Chancengleichheit dringt immer mehr in
den Mittelpunkt des Geschehens. Traurig ist der extreme Wertverfall
und die fehlende Nachhaltigkeit unseres Arbeitens.
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Vielen Dank, dass Sie an der Umfrage teilgenommen haben. Bitte senden Sie diese jetzt ab.Haben Sie Kritik, Anregungen oder weitergehende Informationen zum Thema/ zur Umfrage?
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Vielen Dank, dass Sie sich der Thematik annnehmen.
Ich bin zwangsweise Handwerksfotograf geworden und bin noch dabei..
mehr aus Gewohnheit und weil ich mich als bodenständiger Handwerker und nicht als Künstler fühle. Mir gefällt die Zuordnung aber leider tut die Handwerkskammer so gut wie nichts für uns...
Ich bin sehr unzufrieden mit der Situation!!!!

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Was mich ärgert ist zum Beispiel die Tatsache das die HWK Fotokurse für Handwerker anbietet so das sie die Fotos für Ihr Homepage selbst machen können. Danke das die Fotografen dadurch noch schwieriger an Aufträge kommen... Tolle Unterstützung
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Wenn es den Meisterbrief wieder geben würde und der Berufsname Fotograf geschützt werden würde, das nur wirklich ausgebildete Fotografen sich so nennen dürfen, dann hat die Handwerkskammer noch die entsprechende Aufgabe der Kontrolle. Wenn das nicht der Fall ist, weiss ich nicht, warum ich da noch dabei bleiben sollte und auch noch zahlen sollte!
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Wenn mir Ausbilder verschiedenster Berufe im Handwerk erzählen (sinngemäß), dass in Gesellenprüfungen die Anforderungen heruntergesetzt werden, damit die Auszubildenden durch die Prüfung kommen, finde ich das sehr bedenklich.

Ich sehe in der Werbung, die die Handwerkskammer macht nicht, dass der Fotograf als Beruf nach außen hin überhaupt erwähnt wird. Wie auch?
Der Beruf des Fotografen, egal ob gelernt oder nicht, ist für viele (Kunden) kein Beruf, sondern ein Hobby. Selbst in meinem Meisterkurs vor 18 Jahren, wussten einige Dozenten nicht, dass Fotografie ein Handwerk ist (sein) kann.

Warum soll ich ausbilden? Damit sich mein/e Auszubildende/r nach 3 Tagen mit meiner Kundenliste vom "Acker" macht?

Wenn ich von der HWK nur dumme Antworten auf wichtige Fragen bekomme, warum dann noch zahlen?

Warum gibt es bei meiner HWK keine verlinkte "Fotografenmeisterliste"?

Warum ruft mich eine Auszubildende aus einem anderen Bertrieb an und fragt nach Nachhilfe?

In der Handwerkerskammerzeitung steht nie etwas über Fotografen. Der Redakteur meint: "Die schicken ja nichts". Wäre das nicht auch eine Möglichkeit, z.B. für unsere Obermeister, den Beruf durch Artikel auch mal den anderen Handwerkern vorzustellen?

Wann hat eigentlich die HWK das letzte Mal nachgefragt, wie es mir geht? Ob ich vielleicht Hilfe beim Marketing brauche?
Warum werde ich als Meisterin nicht mal mehr zu einer Lossprechung eingeladen? Kein Geld mehr da für ein halbes Brötchen und eine Tasse Kaffee? Dann sollte man nicht neu bauen, oder?

Der Obermeister meinte mal zu mir: "Du hörst dich frustriert an, du musst dich mal wieder mit Kollegen treffen". Wie soll dass denn gehen? Die einen haben Angst, weil man ja Konkurrenz ist, die anderen schließen sich in Vereinigungen zusammen und da kostet die Mitgliedschaft Geld.

"Immer diese bösen Fotografen, die fröhnen ihrem Hobby, haben auch noch ganz viel Spaß bei der "Arbeit" und machen richtig viel Kohle mit Nixtun".

"Money for nothing and the chicks for free" Dire Straits

Kann es sein, dass die Mitarbeiter der HWKs Ihren Job so machen wie "hat doch früher auch funktioniert" und dabei den Anschluss an die Zeit verpasst haben?

By the way, ich liebe meine Arbeit und meine Selbständigkeit. Ich will aber für mein hart verdientest Geld eine Gegenleistung haben.
Also muss ich selber etwas auf die Beine stellen, das kostet Geld und das bekommt der, der etwas für mich tut. Es geht ums Überleben.

Viele Grüße :-) (nicht ironisch gemeint)

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Wir handwerklichen Fotograffen beitreiben kein Handwerk, sondern Kunst!!! Deshalb finde ich die zwangsweise Mitgliedschaft in der Handwerkskammer auch absolut unnötig. Es sollte kein Unterschied gemacht werden zwischen freien Fotografen, die in der sind Künstlersozialkasse sein dürfen und handwerklichen Fotografen.